Projekt des Monats November „Tele-Hebamme“

Mit unserem regelmäßig erscheinenden „Projekt des Monats“ möchten wir Ihnen wieder ein interessantes Projekt vorstellen, das zeigt, wie vielfältig und hilfreich LEADER sein kann. Im November richtet die LAG Pfälzerwald plus dafür den Blick auf ein spannendes Kooperationsprojekt der LAG Soonwald-Nahe und der LAG Hunsrück.

In Deutschland haben Frauen und ihre neugeborenen Kinder Anspruch auf Hebammenhilfe. Durch die steigende Geburtenzahl und die rückläufige Anzahl niedergelassener Hebammen, insbesondere in ländlichen Gebieten, finden aber etwa 30 Prozent der Frauen keine Hebamme für die Nachsorge im näheren Umfeld. Aufgrund dieser Entwicklung hat die Stiftung Kreuznacher Diakonie gemeinsam mit der LAG Hunsrück und der LAG Soonwald-Nahe ein Pilotprojekt gestartet: die „Telehebamme“. Dabei handelt es sich um eine „Virtuelle Hebammensprechstunde“, die von examinierten Hebammen durchgeführt wird und die Versorgungslücke decken soll. Die Tele-Hebamme ermöglicht den jungen Müttern schnellen und einfachen Zugang zu qualifizierter Unterstützung. Per Telefon oder Video-Chat können so direkt, kompetent und unkompliziert alle aufkommenden Fragen beispielsweise zum Stillen oder der Säuglingspflege geklärt werden.

Das Angebot richtet sich ausschließlich an Mütter, die bis zur Geburt noch keine Nachsorge-Hebamme gefunden haben und im Rhein-Hunsrück-Kreis oder in Bad Kreuznach und Umgebung wohnen. Die Hebammen-Beratung steht drei Monate lang kostenlos für alle Projektteilnehmerinnen zur Verfügung. Begleitet wird das dreijährige Projekt von der Universität Koblenz-Landau unter Leitung von Prof. Dr. Oliver Dimbath.

Die „Tele-Hebamme“ ist bereits Anfang des Jahres erfolgreich gestartet und für eine Laufzeit von drei Jahren vorgesehen. Träger des Projektes sind die LAG Soonwald-Nahe und die LAG Hunsrück. Die Bruttogesamtkosten belaufen sich auf etwa 254.241,94€, die durch LEADER mit 70 % (177.969,35€) gefördert werden.